Die Fensterbank

"Die Fensterbank" erzählt die Geschichte des kleinen Felix, der früh seinen Bruder an eine tödliche Krankheit verliert. Felix findet seine eigene Perspektive auf den Tod zu schauen und kann damit ein Beispiel für die Erwachsenen sein. Für viele von uns sind die Themen Tod und Trauer tabu, weil uns niemand beigebracht hat, wie wir mit ihnen umzugehen haben.

Fast unbemerkt von der Erwachsenenwelt beschäftigt Felix sich auf seine kindlich naive Art und Weise intensiv mit dem Tod, statt ihn zu ignorieren. Das Monodram bringt dem Zuschauer eine Gefühlswelt nahe, die er normalerweise nicht oder nur ganz bedingt zulässt, weil sie traurig macht und Schmerzen bereitet.

In dem Ein-Mann-Stück "Die Fensterbank" kann der Theaterbesucher die Gefühle von Felix nachvollziehen und selbst entscheiden, wie weit er sich emotional darauf einlässt.

Die Faszination des Theaterstücks liegt aber auch im ständigen Perspektivwechsel. Einmal schaut der erwachsene Felix auf seine Vergangenheit, um dann wieder nahtlos in die Jetzt-Perspektive des viereinhalb Jahre alten Jungen überzugehen. So vermischt sich die Sichtweise des kleinen Jungen mit der des Erwachsenen.

Gerade deshalb wird die Reise in die Gefühle von Felix nicht zu einem Absturz in unermessliche Trauer.

Im Gegenteil - das Theaterstück enthält auch Heiteres und bringt den Zuschauer zum Schmunzeln. Denn jeder hat irgendwo um sich herum eine Tante Irmgard, wie Felix sie hat. Wer würde dann nicht gerne die Klingel abstellen, wenn Tante Irmgard ihren Besuch angekündigt hat?!

Und jeder macht irgendwann in seinem Leben einmal die Erfahrung, dass die schönste Fee auch eine Hexe sein kann. Das gilt natürlich auch umgekehrt.

Felix bemerkt, dass man vor lauter Lachen weinen kann. Umgekehrt geht das nicht, er hat es probiert.

Der Zuschauer kann mit Felix lachen und weinen. Er kann mit ihm fühlen und ein Stück aus der eigenen Kindheit aufleben lassen. Er kann ein Stück Nachdenklichkeit mit nach Hause nehmen. Vielleicht kann er zukünftig sogar etwas anders auf den Tod schauen, denn Felix findet für sich heraus, dass der Tod nur ein Abschied ist – nicht das Ende.

 

 

 

 

 

 

 

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